E.ON begeht Siegelbruch – 38 Mio Euro Strafe

Preiswerte Stromanbieter

Bereits im Jahre 2008 wurde gegen den E.ON Konzern eine Strafzahlung in Höhe von 38 Millionen Euro verhängt. Der Grund dafür war die Behinderung der Ermittlungen wegen Kartellrechstverletzungen gegen das Unternehmen. E.ON war bis vor den Europäischen Gerichsthof gezogen, um die Klager der Ermittler wegen Nichtigkeit einstellen zu lassen. Der Gerichtshof bestätigte jedoch die Geldbuße.

Die Büros des preiswerten Stromanbieters E.ON waren im Mai 2006 von den Ermittlungsbehörden durchsucht worden. Dabei gefundenes Material wurde in einem Abstellraum in den Büros des Unternehmens sichergestellt und versiegelt. Das an dem raum angebrachte Siegel war jedoch aufgebrochen worden. Der Stromanbieter hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Das luxemburgische gericht gelangte aber zu der Ansicht, dass wenigstens ein fahrlässiger Siegelbruch nicht auszuschließen sei.

Da ein Siegelbruch eine besonders schwere Zuwiderhandlung darstellt, ist die Strafe, die rund 0,14 Prozent des Jahresumsatzes des Energieriesen entspricht, gerechtfertigt und auch nicht zu verringern. Durch solche Strafen sollen andere Marktteilnehmer von zuwiderhandlungen gegen Ermittlungen abgeschreckt werden.

E.ON kann nun innerhlab von acht Wochen rechtliche Mittel gegen das Urteil einlegen. Dies ist der erste Ermittlungsfall, in dem es notwendig wurde, dass die Hüter des Wettbewerbs mit solcher Härte gegen preiswerte Stromanbieter vorgehen mussten.

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