Anstieg der Strompreise befürchtet

Nachdem bereits im Januar 2011 mehr als 600 Stromanbieter ihre Preise im Schnitt um 7 % angehoben haben planen nun weitere Anbieter ihrerseits die Preise anzuheben. Schon in den nächsten beiden Monaten wollen weitere 78 Anbieter die Preise für ihre Kunden um rund 6 % anheben. Im Mai sind bei Tochtergesellschaften des E.ON Konzerns weitere Preissteigerungen geplant.

Die Preisspirale bei Strom kennt seit elf Jahren nur noch die Aufwärtsbewegung. So hat sich seit der Jahrtausendwende der Strompreis um rund 70 % verteuert. Vor allem Kleinabnehmer, also die Privatkunden sind von dieser Teuerungsrate betroffen.

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die Erzeugerpreise für Strom in den Jahren 2008-2010 um 20 % gefallen sind. Jedoch sind die Stromkonzerne nicht bereit diesen Kostenvorteil an die Privatkunden weiterzugeben. Industriekunden hingegen können den Strom weitaus günstiger einkaufen.

Als Begründung für die Preisanstiege bringen die Stromversorger immer noch hohe Großhandelspreise vor, zu denen sie sich vor zwei Jahren im Voraus mit Strom eingedeckt hatten. Diese Argumentation ist jedoch kaum noch zu belegen. Nur wenige Anbieter kaufen Strom für mehr als zwei Jahre im Voraus ein. Deshalb wird ein neues Argument, die EEG Umlage, für notwendige Strompreiserhöhungen ins Feld geführt. Sollte diese Umlage für die Gewinnung regenerativer Energien auch in diesem Jahr wieder angehoben werden ist die nächste Preisrunde bei den Strompreisen für Privatkunden schon sicher.

Den Verbrauchern bleibt letztlich nur der Wechsel zu einem preiswerte Stromanbieter, um damit den Wettbewerb unter den Energieversorgern anzukurbeln. Sollten Sie noch immer bei Ihrem örtlichen Grundversorger vertraglich gebunden sein, können Sie mit dem Wechsel zu einem anderen seriösen Stromanbieter im Vergleich trotzdem zwischen 120 und 150 € im Jahr einsparen.

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