Gegen weitere Biogas-Subventionen

Die Biogasbranche wächst nach wie vor rasant. Dies wird allerdings zunehmend kritisch hinterfragt. Deshalb soll im Bundesrat einen Antrag durchgesetzt werden, der die bestehenden Subventionen für Biogasanlagen ändern soll. Grund dafür ist, dass das Wachstum im Bereich der Biogasverstromung seine Grenzen erreicht hat.

Die Politik hält eine weitere Förderung für nicht vertretbar. Politiker aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt üben deshalb Kritik am Festhalten an der Förderung nach dem erneuerbare Energien Gesetz.

Rund 6000 Biogasanlagen werden inzwischen in der Bundesrepublik betrieben. 90 % dieser Anlagen benötigten Mais zur Erzeugung des Brennstoffs. Die Anbauflächen für derartige Energiepflanzen stiegen innerhalb eines Jahres um 120.000 ha auf nun insgesamt 650.000 ha. Derartige Monokulturen haben negative Folgen in ökonomischen und ökologischen Bereich, wie zum Beispiel Umweltbelastungen und Probleme in der Nahrungsmittelproduktion durch konkurrierende Flächennutzung. Die Verbraucher werden am härtesten davon getroffen, da sie nicht nur Umlagen über das erneuerbare Energiengesetz an die Stromanbieter zahlen müssen, sondern sich auch noch mit steigenden Lebensmittelpreisen konfrontiert sehen.

Im Jahr 2011 wird von der Regierung einen Bericht für das erneuerbare Energiengesetz vorgestellt werden. In diesem Bericht wird ein kritisches Auge auf den Boom bei der Biogaserzeugung geworfen.

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