Bundesumweltamt analysiert Strompreissteigerungen

Das Bundesumweltamt ist bei einer Analyse der Strompreise zu dem Ergebnis gekommen, dass die Preissteigerungen in den Jahren 2009 und 2010 zu 85 Prozent nicht mit Zahlungen im Rahmen der EEG-Umlage zu erklären sind. Vielmehr wird die Umlage für die Nutzung erneuerbarer Energien nur gern als Sündenbock genutzt, um den Kunden die Preissteigerungen zu verkaufen. Viele andere Einflussgrößen auf die Strompreise bleiben das Geheimnis der Stromkonzerne.
Tatsächlich ist der Preis für Strom an der Leipziger Strombörse in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb in der Stromerzeugung funktioniert. Demgegenüber steht jedoch das Problem, dass der Wettbewerb um die Endkunden noch nicht in Gang gekommen ist und die Ersparnisse bei den Einkaufspreisen deshalb nicht an die Kunden weiter gegeben werden. Die Situation wird aber von den Stromkunden mit verursacht, da mehr als 70 Prozent der Haushalte in Deutschland noch nie ihren Stromanbieter gewechselt haben und noch immer in den teuren Grundversorgungstarifen ihrer lokalen Anbieter verbleiben. Dies macht es den Stromanbietern leicht für ihre Produkte überhöhte Preise zu verlangen.

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