Geothermie-Kraftwerk Landau möglicherweise verantwortlich für Erdbeben

Nach einigen kleineren Erdbeben in der Region um das geothermische Kraftwerk Landau gab die Regierung des Landes Rheinland-Pfalz ein Gutachten in Auftrag, welches eine mögliche Verbindung zu dem Kraftwerk untersuchen sollte. Die Ergebnisse wurden kürzlich vorgelegt. Demnach gibt es „sehr wahrscheinlich“ eine Verbindung zwischen den Erdstößen, bei denen einige Häuser kleinere Schäden erlitten, und dem Betrieb des Geothermiekraftwerkes.

Das Gutachten empfiehlt eine bessere Überwachung der Erdbeben in der Region um Landau, da auch sogenannte Mikrobeben zugenommen haben. Es handelt sich dabei um kleinste Erdbeben, die für den Menschen nicht spürbar sind. Die verbesserte Überwachung soll zukünftig schnellere Reaktionen auf Beben möglich machen.

Ein Geothermikraftwerk nutzt heißes Wasser, dass aus einer Tiefe von rund 3000 Metern gefördert wird um Strom und Wärme zu gewinnen. Nach der Nutztung an der Oberfläche wird das Wasser über Röhren wieder in die Tiefe gedrückt. Die Geologen gehen davon aus, dass der sogenannte Porenwasserdruck sich dabei erhöht hat und deshalb die Erdbeben auslöste.

Seit dem Erdbeben im Jahr 2009 darf das Kraftwerk deshalb nur noch mit geringerem Druck das Wasser zurück in die Tiefe befördern. Die Behörden von Rheinland-Pfalz haben aus Sicherheitsgründen darauf bestanden. Das 2007 in Betrieb gegangene Kraftwerk war das bisher größte in Deutschland erbaute und zählt zu den preiswerte Stromanbieter.

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