Laufzeitverlängerung behindert Wettbewerb

Das Bundeskartellamt hat die Auswirkungen der Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke untersucht. Die Studie hat ergeben, dass es durch die Beschlossenenverlängerungen einer Verzerrung des Wettbewerbs auf dem Strommarkt geben kann. Die verlängerte Betriebsdauer für die Atomkraftwerke der vier großen Energieversorger in Deutschland führt zur Festigung der marktbeherrschenden Position dieser Unternehmen. Dies macht Preiserhöhungen für Strom möglich.

Rund 25 % des Strommarktes werden von Atomkraftwerken abgedeckt. Dieser Anteil hätte in Kürze durch andere Energien gesichert werden müssen. Der Wettbewerb hätte sich verstärkt.

Zusätzlich zur Verlängerung der Laufzeit für Atomkraftwerke wird von der Bundesrepublik nun auch eine Steuer auf die Brennelemente erhoben. Diese Steuer wird für eine weitere Anhebung des Strompreises sorgen.

Positiv wird sich hingegen auswirken, dass die Preise für Verschmutzungsrechte im Handel mit Emissionen niedrig bleiben werden. Atomkraftwerke erzeugen kein Treibhausgas. Deshalb können die Betreiber von Atomkraftwerken ihre Emissionsrechte entweder verkaufen oder für eigene Anlagen nutzen, die Treibhausgase bei der Erzeugung von Energie ausstoßen. Fallen die Atomkraftwerke weg könnte sich der Preis für Verschmutzungsrechte verteuern.

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