Mieter müssen Stromkosten des Vermieters gering halten

Kürzlich hat das Oberlandesgericht des Saarlandes in Saarbrücken einen Fall verhandeln müssen, in dem der Kläger, ein Hauseigentümer, gegen den hohen Stromverbrauch einer Bewohnerin vorgehen wollte. Der Grund dafür lag darin, dass die Dame im ein Grundbuch eingetragenes Recht hatte, dass der Hausbesitzer für ihre Stromkosten aufkommen muss. Nach der Meinung des Vermieters hatte die Mieterin einen zu hohen Stromverbrauch. Er berief sich in diesem Zusammenhang darauf, dass die Nutzerin der Wohnung trotz des eingetragenen Wohnrechts grundsätzlich schonend mit der zur Verfügung gestellten Wohnfläche, sowie den durch den Vermieter zu bezahlenden Medien umzugehen hat.

Das OLG Saarbrücken wies die Klage jedoch zurück (Az.: 1 U 247/09-58). Zur Begründung hieß es, auf Grund des Zustandes des Albaus, vor allem infolge mangelnder Isolation sei der Verbrauch der Mietern nicht ungewöhnlich. Vor allem im Hinblick darauf, dass ausschließlich mit Strom geheizt wird. In der Abweisung der Klage wurde also auch der bauliche Zustand des Wohngebäudes berücksichtigt. Ausserdem gibt es keine festgelegten Grenzen, wann ein Verbrauch als unberrechtigt gilt.

So bleibt dem Hausbesitzer wohl nur der Wechsel zu einem preiswerte Stromanbieter im Vergleich.

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