Nordseeanrainer planen Vereinfachungen für Offshore-Windkraftanlagen

Zehn Nordseeanrainer, unter ihnen auch die Bundesrepublik Deutschland wollen die Verbesserung des Stromnetzes in der Nordsee zusammen voran treiben. Dies ist notwendig, um der wachsenden Anzahl von Windparks auf dem Meer gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit wurde am Freitag in Brüssel zusammen mit dem Energiekommissar der Europäischen Union, Günther Oettinger, besiegelt. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte weiter mit, dass es bei dem Vertrag um die technische und administrative Koordination des Projektes geht.

Die Windkraftanlagen in der Nordsee mit dem Festland zu vernetzen ist eine gewaltige Herausforderung. So wirft die Einspeisung des Windstroms in die Stromnetze der verschiedenen Anrainerstaaten viele Probleme auf. So geht es zum Beispiel schon darum welche Regulierungsbehörde dies bestimmt. Auch auf die Verlegung von Kabeln in Gebieten in denen sich bereits Ölpipelines und Telefonleitungen befinden muss sorgfältig geplant werden. Der europäische Windenergieverband freut sich über die Vereinbarung, da durch diese langwierige und komplizierte Genehmigungsverfahren einfacher gemacht werden können.

Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg und Schweden unterzeichneten das Memorandum. Auch das nicht zur EU gehörende Königreich Norwegen ist dieser Vereinbarung beigetreten.

Nach Angaben der belgischen Ratspräsidentschaft soll bis 2030 mit Hilfe der Offshore-Windparks ein Sechstel des europäischen Energiebedarfs produziert werden. Zugleich wird mit bis zu 150 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

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