RWE verkauft seine Konzernsparte Thyssengas

Essen – Lange hat der Energiekonzern RWE den Verkauf seines Gasfernleitungsnetzes geplant, nun geht er über die Bühne. Die unter dem Namen Thyssengas firmierende Konzernsparte wird an einen Fonds der australischen Investmentbank Macquarie verkauft. Dies teilten beide Unternehmen am Freitagabend mit. Der Kaufpreis sei im mittleren dreistelligen Millionenbereich angesiedelt, sagte eine RWE-Sprecherin auf Anfrage.

Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des RWE-Aufsichtsrates, der EU-Kommission und der zuständigen Kartellbehörde. Der Verkauf des Gasnetzes hatte sich zuletzt wegen Unklarheiten über den regulatorischen Rahmen verzögert.

Der RWE-Konzern hatte der EU-Kommission 2008 den Verkauf seines rund 4.000 Kilometer langen Gasnetzes in Deutschland angeboten, um ein Kartellverfahren abzuwenden. Dem Vorschlag stimmten die Wettbewerbsschützer im Frühjahr 2009 zu. Nach dpa-AFX-Informationen hatte der Konzern eine Frist von zwei Jahren, um den Verkauf abzuschließen. RWE hatte den Verkaufsprozess eigentlich bereits im dritten Quartal 2010 einleiten wollen. Der Wert des Netzes wurde auf rund 600 Millionen Euro geschätzt.

Thyssengas hat rund 280 Beschäftigte und transportiert jährlich fast 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas über ein 4.100 Kilometer langes Transportnetz.

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