Elektroautos vertragen keine Minusgrade

Die Fachzeitschrift „Auto Motor und Sport“ und der TÜV Süd haben in einer Untersuchung herausgefunden, dass die Kapazität von Batterien in Elektroautos bei kalten Temperaturen um bis zu 50 % abnehmen kann. Das Ganze wird noch verschlimmert durch einen gesteigerten Energieverbrauch der Bordelektronik.

Vor allem die Heizung, welche bei Elektro Fahrzeugen nicht aus der Abwärme des Motors, sondern ebenfalls aus der Batterie gespeist wird führt zu einer massiven Verringerung der Reichweite. Eine Batterie die zum Beispiel auf 16 kWh ausgelegt ist kann so schon durch das bloße Benutzung der 4 kW Elektroheizung des Fahrzeuges innerhalb von 4 h komplett entleert werden, ohne dass das Fahrzeug auch nur 1 m bewegt wurde.

In der Untersuchung wurden vier Kleinwagen mit Elektroantrieb getestet. Den größten Reichweitenverlust hatte dabei der Elektro Smart. Bei sommerlichen Temperaturen kann dieses Auto ca. 159 km zurücklegen, jedoch bei Minusgraden nur noch 84 km. Dies sind fast 50 % Reichweitenverlust. Auch der getestete Mitsubishi kam statt der angegebenen 113 km nur noch 64 km weit.

Der Testsieger Fiat bedient sich eines Tricks, nämlich einer Benzingetriebenenheizung. Diese unterstützt den Energieverbrauch des Fahrzeugs soweit, dass sich die Reichweite von 132 km auf lediglich 105 km ohne nach zu laden verringert. Die Benzinheizung verbraucht ca. 0,5 l pro Betriebsstunde.

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