Urteil gegen Flexstrom

Viele Stromanbieter zahlen den Neukundenbonus nur aus, wenn die Kunden mehr als ein Jahr ihren Strom bei dem selben Stromanbieter beziehen. Diese Praxis ist auch bei Flexstrom gang und gäbe. Nun befassten sich gleich zwei Gerichte mit diesen eigenartigen Vertragsklauseln.

Die Richter vom Landgericht Heidelberg und vom Amtsgericht Tiergarten kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Firma Flexstrom ihre Kunden über die Vertragsklauseln für die Bonuszahlung getäuscht hat. Das Unternehmen hatte mit besonders günstigen Preisen und der Bonuszahlung viele Kunden zum Wechsel des Stromanbieters veranlassen können. Der Haken, dass nämlich faktisch ein Zweijahresvertrag für die Auszahlung des Kunden Bonus notwendig ist, wurde aber in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Flexstrom nicht hinreichend klargemacht.

Viele Kunden hatten zum Jahresende gekündigt, da der Stromanbieter seine Preise stark erhöht hat. Nach der Kündigung mussten die Stromabnehmer leider feststellen, dass sie damit auch die Auszahlung ihres Neukundenbonus verwirkt hatten. Daraufhin zogen einige Kunden vor Gericht. Flexstrom hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Man darf gespannt sein, wie der Rechtststreit weiter geht.

Der Bund der Energieverbraucher e.V. empfiehlt allen Kunden, die bei Flexstrom gekündigt haben und nun keine Bonuszahlungen erhalten, auf die Zahlung des Bonus zu bestehen und diese im schlimmsten Falle einzuklagen.

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