Verbraucher zahlen zu viel EEG-Umlage

Wie sich herausgestellt hat war die Anhebung der EEG-Umlage um 1,48 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde nicht gerechtfertigt. Die Stromkunden zahlen nun fast einen Cent pro Kilowattstunde zu viel. Dies mag gering erscheinen, macht aber in der Masse einen Milliardenbetrag aus.

Die EEG Umlage ist ein Instrument zur Finanzierung der Subventionen für die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiequellen. Da die Stromnetzbetreiber per Gesetz dazu verpflichtet sind Ökostrom, der oftmals noch teurer erzeugt wird als Strom aus fossilen Quellen, den Erzeugern abzunehmen und mit einem bestimmten Betrag pro Kilowattstunde zu vergüten, gibt es zur Gegenfinanzierung die EEG-Umlage.

Die Höhe der G-Umlage muss laut Gesetz bis zum 15. Oktober eines jeden Jahres für das darauf folgende Jahr von den Stromnetzbetreibern festgelegt werden. Dazu müssen die Stromnetzbetreiber einschätzen wie viel Strom zu welchen Kosten über das Jahr aus regenerativen Quellen in die Stromnetze eingespeist werden.

Bei der Schätzung für das Jahr 2011 wurde offenbar überschätzt wie viele Solaranlagen im Jahr 2010 neu ans Netz gegangen sind. Bisher ging man davon aus, dass eine Leistung von 9,5 GW an Solarstromerzeugern in Deutschland installiert worden sind. Tatsächlich wurden in 2010 aber nur 7,5 GW Leistung installiert. Dieser Fehler in der Berechnung der EEG-Umlage kostet die deutschen Stromkunden fast 900 Millionen € im Jahr 2011. Selbst das Umweltministerium hatte nur mit einer Erhöhung der EG-Umlage auf 2,8 Cent pro Kilowattstunde gerechnet.

Die Bundesnetzagentur hätte diesen Fehler jedoch bemerken müssen, ist jedoch die konstruiere Instanz für die Stromerzeuger und die Netzbetreiber. Zukünftig ist hier größere Transparenz und intensiveres Engagement der Bundesnetzagentur bei der Überprüfung der Ihnen gelieferten Zahlen notwendig.

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