Energiesperren sind teilweise unzulässig – Wie man dagegen vorgeht

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor unzulässigen Stromsperren durch die Energieversorger: Wer aufgrund eines Widerspruchs gegen eine Preiserhöhung, oder wegen eines Wechsels zu einem andere Stromanbieter eine Sperrandrohung erhalten hat, kann sofort verlangen, dass die Androhung zurück genommen wird. Im Notfall ist es sogar ratsam per Gericht gegen den Stromversorger vorzugehen.

Einzelne Versorger haben Kunden, die gegen die Strompreiserhöhungen Widerspruch eingelegt und wegen fehlender Billigkeit ihre Zahlungen an den Energieversorger gekürzt hatten mit Sperrandrohungen belegt. Die Verbraucherzentrale des Landes Brandenburg rät dazu, ohneVerzug gegen diese Drohungen vorzugehen, denn es ist den Energieversorgern nicht gestattet, gegen Preiseinsprüche, oder auf Grund von Preiseinsprüchen vorgenommener Kürzungen einfach die Stromversorgung der betreffenden Kunden zu sperren. Betroffene Kunden sollten den Versorger sofort zur Rücknahme der Sperrandrohung auffordern und sich notfalls Gerichtlich mit einer Schutzschrift, oder einer einstweiligen Verfügung gegen den Stromversorger zur Wehr setzen.

Auf Grund von Verordnungnen und Gerichtsurteilen zu diesem Sachverhalt haben Kunden gute Chancen die Sperrandrohung abzuwehren, solange in der Begründung der Kürzung der Zahlungen der Vorwand der Unbilligkeit gebracht wurde. Eine Versorgungssperre muss vier Wochen vorher angekündigt werden, der Beginn der Unterbrechung muss drei Werktage im Voraus genannt werden. Der genaue Zeitpunkt der Unterbrechung muss jedoch nicht genannt werden.

Falls der Stromversorger die Androhung der Sperre nicht zurück nimmt, sollte der Verbraucher bei seinem zuständigen Amtsgericht eine einstweilige Verfügung dagegen erwirken. Eine Beratung durch Fachleute, Rechtsanwälte oder Verbraucherzentralen, ist hierbei jedoch angeraten.

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