Vorgesehene Krümmel-Chefin wird von Atomaufsicht abgelehnt

Die Reaktoraufsicht in Kiel der vorgeschlagenen Neubesetzung des Chefpostens im Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht bei Hamburg nicht zugestimmt. Dies ist ein herber Rückschlag für das pannengeplagte Atomkraftwerk, das von Vattenfall betrieben wird. Die Bewerberin habe fehlende praktische Erfahrung im Produktionsbereich und kann diese nicht hinreichend kompensieren. Aus Sicherheitsgründen kann sie deshalb die Leitung des Atomkraftwerkes nicht übernehmen. Dies teilte Justizminister Emil Schmalfuß am Donnerstag mit.

Bereits seit Juni 2007 ist das Atomkraftwerk wegen technischer Defekte nahezu ohne Ausnahme abgeschaltet. Für 2011 war das wiederanfahren des Reaktors geplant inwieweit dies nun durch die Personalie verzögert wird ist noch unklar. Im Moment stimmt das Justizministerium dem Antrag auf Wiederinbetriebnahme nicht zu Vattenfall ist aufgefordert einen neuen Personalvorschlag für die Leitung des Atomkraftwerkes zu unterbreiten.

Der Leiter eines Atomkraftwerkes muss grundsätzlich eine Fachkundeprüfung für Schichtleiter in Atomkraftwerken bestanden haben. Die Bewerberin konnte einen solchen Nachweis nicht beibringen. Laut Lübecker Nachrichten soll die 56 jährige Bewerberin bei der geforderten Prüfung sogar durchgefallen sein. Sie war nicht in der Lage den in der Prüfung simulierten Reaktor innerhalb von 30-60 min in einen sicheren Zustand zu bringen.

Das Antragsverfahren ist damit noch immer nicht abgeschlossen. Vattenfall teilte mit sobald ein Bescheid aus dem Justizministerium vorliegt werde man ihn sorgfältig überprüfen und weitere Lösungsvorschläge unterbreiten.

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